Chili, Peperoni &Co.: Einige Capsicum- Sorten im Portrait

Chili, Peperoni &Co.: Einige Capsicum- Sorten im Portrait

In Mittel- und Südamerika sind viele verschiedene Paprika-Formen (Lat.: Capsicum) beheimatet. Chili und Peperoni sind den meisten von uns bekannt. Daneben existieren noch diverse Sorten von anderen Orten der Erde, wo die Menschen es mindestens genauso scharf mögen, wie die Lateinamerikaner.

Wenn ich im Asialaden so eine Packung roter Chilischoten kaufe, brauche ich immer nur sehr wenige davon. Mein Freund mag es nicht so scharf. Den Rest will ich aber auf keinen Fall wegwerfen, also trockne ich sie und schneide sie danach klein. In einer Dose aufbewahrt halten sie so sehr lange und ich kann sie immer wieder für den einen oder anderen Eintopf verwenden. Mit Peperoni und den anderen Capsicum- Arten kann man natürlich noch viel mehr machen.

Die große Vielfalt der Chili- Produkte

Aus dem Gewürzpaprika, der Peperoni und der Chili können verschiedene Pulver, Pasten, Soßen und (immer lecker) Öle hergestellt werden. Wer es hochprozentig mag, der könnte sich auch einen Chilischnaps machen. Na klar, kann man das auch kaufen, aber selber machen ist doch viel besser!

Chili in Barcelona ©Flickr/Björn BergheimIn den hiesigen Supermärkten (im Discounter noch viel weniger), wird gar nicht so eine große Auswahl angeboten. Peperoni sind meistens eingelegt und am häufigsten können doch nur die kleinen roten Thai-Chili erworben werden. Die sind für meine schon erwähnte Trocknungsmethode am besten geeignet, weil ihre Schärfe gleich bleibt. Nicht, dass einer denkt, er müsste mehr davon an die Suppe tun. Der Geschmack ändert sich jedoch- ich merke das vor lauter Schärfe nur nicht wirklich.

Die Peperoncino kennen die Meisten sicherlich auch. Die kommen grün und immer etwas schrumpelig aussehend daher. Sie schmecken leicht süßlich und werden oft in Pickles oder Tomatengerichten verwendet. Ich kenne sie vor allem auf der Pizza Diavolo. Diese kleinen Italiener sind im Übrigen schon reichlich scharf, wenn man es sonst eher lasch gewohnt ist.

Dann gibt es noch die, gerade in der Werbung großer Burger-Ketten viel zitierte, Jalapeño. Die übertrifft die Peperoncino an Schärfe auf jeden Fall. Diese Paprikaart ist an ihrem dickfleischigen, dunkelgrünen Fruchtkörper zu erkennen. In diesem Zustand sind sie eigentlich noch roh. Manchmal werden sie geröstet und geschält. Mit zunehmender Reife werden sie rot und verlieren etwas an Schärfe.

Im geräucherten Zustand heißt die Jalapeño im Übrigen Chipotle. Sie ist dann kaffeebraun und hat so einen leichten Schokoladengeruch. Sie wird häufig zum Würzen von Eintopfgerichten und Suppen verwendet. Sie kann aber auch eingelegt und püriert werden. Damit eignet sie sich dann für Soßen.

Für die, die auf scharfe Chilis und richtigen Schmerz stehen

Hier in Berlin gibt es eine Currywurstbude, wo jeder austesten kann, wie viel Schärfe er verträgt. Es gibt Menschen, die sind dort schon in Ohnmacht gefallen.

Die kleinen fiesen Chili ©Flickr/ Nina YasmineDie in der gleichnamigen Soße verwandte Tabasco-Chili ist schon sehr scharf. Sie bekommt acht von zehn Punkten. Mit neun von zehn Punkten ist die Jamaican Hot etwas schärfer. Sie ist leuchtend rot, rundlich und dünnfleischig. Sie wird in Salsas und Currys verwendet.

Am schärfsten ist die bekannte Habanero Mit dieser verwandt und genauso feurig ist die Scotch Bonnet. Beide ähneln sich im Aussehen. In Mittelamerika werden die Dinger sogar roh gegessen.

 



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