Über mich

Die Kurze Version:

Jeder hat in seiner Kindheit dämliche, verniedlichende und lustige Spitznamen von seinen Eltern bekommen. Nun, ich habe kleine Ohren…

Die lange Version:

Gekocht habe ich schon, bevor es diese Seite gab. Aus Mutters Pflege im zarten Alter von 20 Jahren in die Großstadt Berlin entlassen, musste ich mir etwas einfallen lassen, um nicht zu verhungern. Die ersten 4 Jahre ernährte ich mich noch von dem, was diverse Fast Food-Ketten, die Uni-Mensa und die Convenience-Theke im Supermarkt mir boten.

Dann begann ich, wählerischer zu werden. Ausgelöst wurde dies von einem Beitrag über Neurodermitis, den ich in einer Zeitschrift gelesen habe. Es ging darum, dass die in vielen Lebensmitteln, und definitiv in Convenience-Produkten, enthaltenen Zusatzstoffe Allergien und Hauterkrankungen, wie Neurodermitis, begünstigen können. Ach was, sie stehen im krassen Verdacht, das tatsächlich zu tun! Da ich mich von Geburt an mit der Autoimmunerkrankung Neurodermitis herumschlagen muss, kam mir das folgende „Experiment“ gerade recht. Ich begann damit, Essen selbst zu kochen–„from scratch“, wie die Amerikaner dazu sagen würden.

Was zunächst nicht sonderlich spektakulär klingt, mutet aus meiner Sicht an wie eine kleine Revolution. Viele von uns merken nämlich gar nicht, wie die Lebensmittelindustrie es inzwischen geschafft hat, uns lauter kleine „Helferlein“ für die Küche zu entwickeln. In diesen Produkten sind oftmals Stoffe enthalten, die zwar praktisch in ihren Eigenschaften sind, von denen wir jedoch nicht genau wissen, wie sie in unserem Organismus auf lange Sicht wirken.

Eine hübsche Geschichte dazu:

Vor einiger Zeit habe ich mich mit einem Arbeitskollegen und einer ehemaligen Kollegin in einem Café in Berlin Mitte getroffen. Da ich vorher noch nie dort war, habe ich im Vorfeld einen Blick in die online Speisekarte geworfen. Das Lokal warb damit, komplett auf Zusätze zu verzichten. Wunderbar, dachte ich! Dort angekommen bestellte ich mir einen geeisten Grünen Tee. Ich war etwas überrascht, dass ich einen Milchshake bekam. Oben auf dem Shake thronte ein Klecks Schlagsahne. Kurz davor hatte ich mich damit beschäftigt, dass nicht einmal in Bio-Sahne auf den Zusatz Carrageen verzichtet wird, jedenfalls nicht in der Bio-Sahne, die ich mir in Bio-Märkten und Discountern angesehen hatte. Mit dieser Information im Hinterkopf sprach ich die Kellnerin an und fragte, ob die Sahne denn ohne Zusätze sei. Sie bejahte dies. Ich fragte nach dem Zusatz Carrageen. Damit wusste sie nichts anzufangen und verwies mich darauf, dass sie auf der Verpackung nachschauen würde. Als sie wiederkam, bestätigte sie mir, dass in der Schlagsahne Carrageen enthalten sei. Daraufhin bat ich um einen kleinen Teller und einen Löffel.

Zum Bloggen selbst kam ich dann über ein Praktikum, in dem ich gelernt habe, wie das überhaupt geht. 😉 Alles, was ich seit dem Start dieses Blogs am 1. August 2012 bis zum heutigen Tag getan habe, könnt ihr hier nachlesen. Ihr findet mich inzwischen auch auf Facebook & Co.

Zu meiner ursprünglichen Beschreibung:

 Ich mag keine Kochbücher. Nie sieht das Essen aus, wie auf dem Foto. Bei mir sieht das Essen aus, wie auf dem Bild: Lecker, aber nicht so, als würde man eine Ausbildung zum Koch brauchen, um das Essen so hinzubekommen.

Ich bin kein Dekorateur. Ich gebe mir Mühe, alles schön anzurichten. Aber ich will das, was auf dem Teller ist noch essen, solange es warm ist. Daher sind die Fotos nicht immer große Kunst. Ist doch egal, es geht ja schließlich ums Rezept, also das Wie. Vielleicht sehen einige meiner Fotos dadurch etwas amateurhaft aus. Ich finde sie so sehr charmant. Das meiste fotografiere ich mit Links- die Rechte hält den Kochlöffel und rührt.

Butter mag ich. Margarine finde ich blöd. Das wollte ich nur mal gesagt haben.

Neben Altbekanntem, das ich immer wieder meinen momentanen Bedürfnissen anpasse (oder besser dem Kühlschrankinhalt), probiere ich auch gern Neues. Das möchte ich hier mit euch teilen.

Im Grunde verwende ich nie so richtig teure Produkte, eher Lebensmittel, die zu einem kleineren Budget passen. Gutes muss nicht teuer sein. Wer kein Geld hat, der muss nicht zu McBurger gehen, man kann sich auch kostengünstig gesundes Essen zubereiten. Auf die Kreativität kommt es an. Und gerade, wenn man aus wenig viel machen muss, fängt doch die Sache erst so richtig an Spaß zu machen! Das wäre jetzt eigentlich eine gute Überleitung zum Soulfood… wer mit der Leidenschaft im Herzen kocht, der kann nur Gutes auf die Teller seiner Lieben bringen.

Das kleine Widget auf der rechten Steite zeigt Selbstgestricktes einer guten Freundin von mir, die regelmäßig und mit der gleichen Leidenschaft, die ich fürs Kochen aufwende, die Stricknadeln zum Glühen bringt.

Bei Fragen und Hinweisen, freue ich mich über eine E-Mail von euch. Ich versuche alles so schnell es geht zu beantworten.

Euer/Eure
kleineloeffelhase/Ines

 

P.S.: Ich bedanke mich bei meiner Freundin Melanie, die mit mir am gefühlt heißesten Tag des Jahres 2014 über den Wochenmarkt am Boxhagener Platz geschlendert ist und unter anderem das schöne Portraitfoto aufgenommen hat, das ihr auf allen Seiten rechts oben seht.