Weihnachtspralinen: Dominosteine frustfrei selber machen

Weihnachtspralinen: Dominosteine frustfrei selber machen

Dominosteine sind aus der Vorweihnachtszeit nicht wegzudenken. Auch in meiner Familie nicht. Meine Mutter hat sich jedes Jahr, sobald es die ersten Packungen in den Supermärkten zu kaufen gab, welche gekauft. Dominosteine hat sie geliebt. Ich mochte die nie. Nicht mal, als ich meiner Mutter welche vom Konditor zu Weihnachten geschenkt habe, wollte ich den Dominosteinen eine zweite Chance geben.

Dann kam ich im vergangenen Jahr auf die Idee, man könnte Dominosteine selber machen. Ein Rezept war schnell gefunden. Hier und da ein paar kleine Änderungen, weil ich schließlich nicht alle Zutaten in meine Küche lasse. Zusatzstofffrei sollten die Dominosteine schließlich sein. Ich haderte eine Weile mit mir, ob ich die viereckigen Pralinen mit oder ohne Marzipan machen sollte. Mein Mann bestand darauf; also mit Marzipan. 

Als die Dominosteine fertig waren, da sahen sie so unwiderstehlich köstlich aus, dass ich noch ein letztes Mal probieren wollte, ob sie mir nicht doch schmecken. Das taten sie. Schade für jene, denen ich ganz viele selbstgemachte Dominosteine schenken wollte. Es waren dann weniger. 

Damit ihr euch auch solche leckeren Weihnachtspralinen machen könnt und diese auch frustfrei gelingen, habe ich nachfolgend mein Rezept aufgeschrieben. Auch in diesem Jahr werde ich mir Dominosteine selber machen. Ein paar verschenke ich vielleicht sogar. 

Zutaten für deine selbst gemachten Dominosteine 

Mein Blech misst 36×33 Zentimeter. Es ist ein normales Backblech, wie es in beinahe jeden Standardbackofen passt. Du kannst auch einen Backrahmen nehmen. 

Für den Lebkuchen-Boden 

  • 190 g Waldhonig 
  • 45 g Rohrohrzucker
  • 75 g Butter 
  • 225 g Dinkelmehl, Typ 630 
  • 1,5 TL Lebkuchengewürz 
  • 2 TL Weinstein-Backpulver 
  • 1 Ei 
  • 1 Prise Salz 

Gelee 

  • 2 Päckchen Agartine 
  • 450 g Marmelade (in diesem Fall habe ich Aprikosenmarmelade genommen) 

Hast du eine Marmelade selbst gemacht? Großartig! Statt einer Gekauften kannst du einfach deine Hausgemachte verwenden. Das gibt den selbstgemachten Dominosteinen eine noch persönlichere Note. 

  • 5 EL Obstler 
  • 400 ml Apfelsaft 

Marzipanschicht 

  • 400 g Marzipan 
  • 2 EL Puderzucker 

Schokoladenschicht 

  • 300 g Kuvertüre deiner Wahl (Zartbitter oder Vollmilch) 
  • 30 g Butter 

Los geht’s: Lass uns Dominosteine selber machen! 

Als erstes solltest du dein Backblech mit Backpapier auslegen. 

Der Lebkuchen-Boden = Die 1. Schicht 

  1. Den Lebkuchenteig bereitest du einen Tag vorher vor, da er für etwa 12 Stunden in den Kühlschrank muss. 
  2. Als erstes brauchst du einen Kochtopf. In diesen gibst du den Honig, den Rohrohrzucker und die Butter hinein. Diese drei Zutaten kochst du auf. Die Butter, der Honig und der Zucker sollen sich verflüssigt haben. Den Topf kannst du dann beiseite stellen. Die Honigmasse muss abkühlen. 
  3. Nun siebst du das Mehl in eine Schüssel und vermischt es mit dem Salz, dem Lebkuchengewürz und dem Backpulver. 
  4. Danach rührst du das Ei unter die etwas abgekühlte (lauwarm), aber noch flüssige Honigmasse. 
  5. Die Honig-Ei-Mischung gießt du anschließend zum Mehl dazu und verknetest alle Zutaten zu einem glatten Teig. 
  6. Diesen Teig schlägst du im letzten Schritt in Frischhaltefolie ein und legst ihn über Nacht in den Kühlschrank.  
  7. Am nächsten Tag holst du den Lebkuchen aus dem Kühlschrank und lässt ihn sich zunächst bei Zimmertemperatur etwa eine Stunde lang erwärmen. Dann rollst du den Lebkuchenteig auf die Größe deines Backbleches aus und legst dieses damit aus. 
  8. Den Lebkuchen-Boden bäckst du für 20 Minuten bei 180° C Ober- und Unterhitze auf der mittleren Einschubleiste. 
  9. Nach dem Backen nimmst du den Teig aus dem Ofen und lässt ihn vollständig abkühlen. 

Die Geleefüllung = Die 2. Schicht

  1. Das Beste an den selbstgemachten Dominosteinen ist die Geleefüllung. Hausgemacht schmeckt die um ein Vielfaches besser als bei Gekauften. Außerdem kannst du dir aussuchen, in welcher Geschmacksrichtung das Gelee sein soll! Ich habe mich für Aprikose entschieden. 
  2. Die Aprikosenmarmelade (Oder die Marmelade deiner Wahl) streichst du durch ein Sieb. Am besten stellst du gleich einen Kochtopf darunter, dann hast du später weniger Abwasch. 
  3. Zur Marmelade gießt du den Apfelsaft und den Obstler hinzu. 
  4. Den Topfinhalt verrührst du nun mit dem Inhalt von zwei Päckchen Agartine. 
  5. Nun kochst du alle Zutaten unter Rühren einmal sprudelnd auf und nimmst den Topf anschließend vom Herd. 
  6. Die Geleemasse muss nun etwas abkühlen. Achtung: Agartine geliert schneller als Gelatine, warte also nicht allzu lange. 
  7. Das warme, noch flüssige Gelee verteilst du dann auf dem Lebkuchen. 

Die Marzipanschicht = Die 3. Schicht

  1. Das Marzipan verknetest du mit dem Puderzucker zu einer homogenen Masse. 
  2. Im nächsten Schritt rollst du das Marzipan zu einem Rechteck in der Größe deines Backbleches aus. Ich habe das Marzipan hierzu zwischen Frischhaltefolie gelegt. Dann ist die Angelegenheit weniger klebrig. 
  3. Die nunmehr ausgerollte Marzipanschicht legst du nun oben auf das erkaltete, feste Gelee auf und drückst es leicht an. 

Die Kuvertüre – der schokoladige Abschluss für die Dominosteine 

Wenn dein Lebkuchen aufgegangen, dein Gelee fest geworden und deine Marzipanschicht im Stück oben auf dem Rest gelandet ist, dann hast du die Schritte, bei denen am meisten schiefgehen kann schon getan. Glückwunsch. Jetzt ist “nur noch” die Kuvertüre dran. 

  1. Hierzu schneidest du deine noch nackten Dominosteine in gleich große Vierecke und entnimmst sie dem Blech. 
  2. Ich habe die Dominosteine auf ein großes Kunststoffbrettchen gestellt. 
  3. Die Kuvertüre deiner Wahl zerlässt du nun im Wasserbad. Pass auf, dass kein heißes Wasser hineinspritzt, denn sonst kannst du die Schokolade wegwerfen. 
  4. Ist die Kuvertüre flüssig, nimmst du sie aus dem Wasserbad und rührst die Butter unter. 
  5. Jetzt nimmst du dir einen Silikonpinsel und bestreichst deine Dominosteine mit der Kuvertüre. 
  6. Die letzte Schicht muss jetzt noch fest werden. Dann sind deine hausgemachten Dominosteine fertig zum Verzehr. 

Viel Freude beim Backen, Naschen und Verschenken.



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