Mein orientalisches Gulasch – von Granada inspiriert

Mein orientalisches Gulasch – von Granada inspiriert

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Die Idee zu dem heutigen Gulasch-Rezept, kam mir in Granada, Andalusien. Ein Freund hatte zum Essen eingeladen. Dafür war er beim arabischen Fleischer seines Vertrauens einkaufen. Mein Freund aus Granada brachte ein köstlich aussehendes Stück Rindfleisch und eine rote Gewürzpaste mit. In einer Pfanne briet er das Fleisch und schnippelte noch etwa Gemüse dazu. Zusammen mit der Gewürzpaste, ergab dies ein Festessen!

Zurück in Berlin ging mir dieses Gericht nicht aus dem Kopf. Ich wollte, ich musste es nachkochen. Also schlug ich als Erstes arabische Gewürzpasten nach. Ich entschied mich für eine Gewürzmischung aus dem Oman namens Bizar a’Shuwa. Der Grund dafür ist simpel: Diese Paste lässt sich einfach und mit wenigen Zutaten herstellen.

Leider war das Rezept nicht ganz eindeutig, weil dort lediglich die Rede von „Kardamomsamen“ war. Ich hab es erst mit den Samen vom schwarzen Kardamom probiert und ein anderes Mal mit grünem Kardamom. Lasst euch gesagt sein, jedes Gulasch.

Der schwarze Kardamom gab der Fleischpfanne eine sehr kräftig-deftige Note. Mit dem grünen Kardamom wurde das Aroma leichter, weniger intensiv. Geschmacklich tendiere ich eher zu der Variante mit schwarzem Kardamom, weswegen ich euch diese heute präsentiere.

Zutaten: Das brauchen 4 Personen für eine Granada-inspiriertes Gulasch

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  • 300 g Schmorfleisch von Rind
  • 3 Merguez (Lammwürste)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 3 Fleischtomaten
  • 2 rote Paprika
  • 100 ml Sherry Medium Dry
  • Wasser zum Auffüllen
  • 2 TL Worcestershire-Soße
  • 3 TL Paprika-Edelsüß
  • Olivenöl
  • 2 Kartoffeln
  • Fladenbrot zum Dippen
  • Bizar a’Shuwa Gewürzpaste
    • 1 EL Kreuzkümmelsamen
    • 1 EL Koriandersamen
    • 1 EL Kapseln schwarzer Kardamom (oder Grünen – wie ihr euch entscheidet)
    • 1 TL gemahlener Chili
    • ½ TL Kurkuma
    • 3 EL Sherryessig
    • 2 Knoblauchzehen

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So wird das Gulasch zubereitet:

Vorbereitung der Gewürzpaste Bizar a’Shuwa

  1. Zunächst werden die Kreuzkümmelsamen, die Koriandersamen und der Kardamom gemahlen.
  2. Anschließend werden die frisch gemahlenen Samen mit dem Chili und mit Kurkuma vermischt.
  3. Im nächsten Schritt kommen die gemahlenen Gewürze in einen Mörser.
  4. Hier werden der Knoblauch durch eine Presse und der Sherryessig hinzugefügt.
  5. Das Ganze im Mörser gründlich mischen.

Das Gulasch zubereiten

  1. Das Gemüse schneiden: Die Tomaten in kleine Würfel, die Kartoffeln ebenso und die Paprika in schmale Streifen.
  2. Das Fleisch waschen und trocken tupfen.
  3. Im Anschluss daran wird das Rinder-Schmorfleisch in mundgerechte Stücke geschnitten – Würfel oder Streifen, das ist egal. Ich habe mich für Streifen entschieden.
  4. Etwas Öl in einer ausreichend Großen (es muss schließlich eine große Menge an Zutaten hinein) erhitzen und das Fleisch hineingeben.
  5. Bei großer Hitze wird das Rindfleisch nun von allen Seiten angebraten. Danach aus der Pfanne nehmen.
  6. Bei Bedarf noch etwas Öl in die Pfanne geben und die Zwiebeln und den zerdrückten Knoblauch darin anschwitzen.
  7. Das Fleisch wieder zurück in die Pfanne geben und alles zusammen noch einmal für ein paar Minuten braten.
  8. Mit dem Sherry ablöschen und die Hitze reduzieren.
  9. Das restliche Gemüse hinzugeben und mit etwas Wasser auffüllen. Bitte nur so viel Wasser nehmen, dass das Fleisch nicht vollständig bedeckt ist. Es soll schließlich nicht gekocht werden.
  10. Das Fleisch muss nun insgesamt 2 Stunden schmoren. Zwischendurch muss hin und wieder umgerührt werden. Eventuell müsst ihr auch etwas Wasser nachgießen, damit das Fleisch nicht auf dem Trockenen „sitzt“.
  11. Nach 1 Stunde habe ich meine Gewürzmischung Bizar a’Shuwa und den Paprika-Edelsüß untergerührt.
  12. Eine halbe Stunde vor Ende der Garzeit habe ich die Merguez in Scheiben geschnitten und ebenfalls zur Fleischpfanne gegeben.
  13. Ist das Rindfleisch saftig und zart, ist das Gulasch fertig. Zum Schluss schmeckt ihr sie noch mit der Worcestershire-Soße
  14. Die Fleischpfanne kann noch mit etwas Olivenöl verfeinert werden.
  15. Wem das Essen nicht salzig genug ist, der kann mit Sojasoße nachhelfen.

Lasst es euch schmecken.



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